Die Forschung auf dem Gebiet der Produktionstechnik hat in Darmstadt eine langjährige Tradition.

Alles begann im Jahr 1893 mit dem Beschluss der Fakultät Maschinenbau der Technischen Hochschule Darmstadt, ein Fachgebiet für mechanische Technologie zu gründen. Den Verlauf finden Sie in chronologischer Reihenfolge anhand der Institutsleiter des PTW.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Weigold wurde 2019 zum Nachfolger von Prof. Eberhard Abele im Fachgebiet Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen berufen.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Weigold
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Prof. Dr.-Ing. Joachim Metternich übernahm im September 2012 die neu geschaffene Professur für Produktionsmanagement sowie die stellvertretende Institutsleitung.

Nach erfolgreichem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens an der TH Darmstadt sowie anschließender Promotion am PTW war er während seiner 11-jährigen Industrietätigkeit an mehreren nationalen und internationalen Produktionsstandorten tätig und zuletzt für das weltweite Produktionssystem eines Maschinenbauunternehmens verantwortlich.

Forschungsseitiger Schwerpunkt seiner Tätigkeit am Institut liegt in den anwendungsorientierten Methoden der Schlanken Produktion, welche in der Prozesslernfabrik CiP erforscht und einem breiten Teilnehmerkreis aus Universität und Industrie vermittelt werden.

Prof. Dr.-Ing.Joachim Metternich
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Prof. Dr.-Ing. Prof. h. c. Eberhard Abele brachte vielfältige Erfahrungen aus 20-jähriger internationaler Tätigkeit als Leiter Fertigungsplanung, Technologieentwicklung und Werkleiter in den Ausbau der Forschung und Lehre an der TU Darmstadt ein.

Unter seiner Leitung ist das PTW auf den Forschungsbereichen Zerspanungstechnologie / Werkzeugmaschine und Produktionsmanagement kontinuierlich gewachsen. Zahlreiche neue Forschungsgebiete wurden aufbauend auf den Erfahrungen des Instituts erschlossen wie zum Beispiel Dentale Technologien, Powertrainfertigung, Abwehrmaßnahmen gegen Produktpiraterie oder auch globale Produktion sowie energieeffiziente Produktion. Das in 2007 eröffnete Mikrotechnische Produktionszentrum kann umfangreiche Maschinen und Messtechnik für Mikrozerspanung sowie die generativen Fertigungsverfahren (SLM) vorweisen.

Die von Prof. Abele initiierte Prozesslernfabrik ist inzwischen bei Studenten im Rahmen einer praxisnahen Ausbildung sehr geschätzt. Jedes Jahr werden mehrere hundert leitende Mitarbeiter von Unternehmen im Lean-Management und der Prozessorientierten Produktionsplanung weitergebildet.

Die gemeinsam mit der Beratung „McKinsey & Company“ genutzte Lernfabrik wird europaweit als ein Pilotmodell angesehen und die darin erarbeiteten Erfahrungen sind in der Zwischenzeit in zahlreiche andere Lernfabriken in Europa und USA eingeflossen.

In der auf der Messe „AMB“ in Stuttgart durchgeführten Sonderschau „Innovationen für die Produktion von morgen“ werden in Kooperation mit den zahlreichen Industriepartnern des PTW zukunftsweisende Innovationen im Verbund präsentiert.

Die wissenschaftlichen Innovationen von Prof. Abele sind in über 700 Veröffentlichungen, Fachbüchern und zahlreichen Patenten niedergelegt.

Prof. Abele schied altersbedingt 2020 aus der Institutsleitung aus und bringt seine Erfahrung aus Industrie und Forschung noch in Beirats- und Aufsichtsratsmandate ein. Darüber hinaus ist er in der europäischen Forschungspolitik mit einem Mandat im supervisory board in dem europäischen Großprojekt „ EIT- Manufacturing“ betraut.

Prof. Dr.-Ing. Eberhard Abele
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Prof Dr.-Ing. Herbert Schulz wurde im Dezember 1980, nach dem Tod von Prof. Stöferles (gest. August 1978) zum neuen Institutsleiter berufen. Er nahm am 1. Mai 1981 seine Tätigkeit auf. Die Akzente der Forschungstätigkeit liegen auf innovativen Fertigungsverfahren wie der Hochgeschwindigkeitszerspanung, Werkzeugmaschinenkonzepten zur Realisierung neuer Technologien sowie Produktionsorganisationen. Oberste Zielsetzung ist dabei, durch die enge Zusammenarbeit mit der Industrie die Praxisnähe zu gewährleisten. Prof. Schulz war seit Juni 1981 Herausgeber der Zeitschrift „Werkstatt und Betrieb“.

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1977 | Der Maschinenbau bekommt sein Zahnrad

Historische Fakten

1977 | Der Maschinenbau bekommt sein Zahnrad 1976 | Die Umformtechnik wird aus dem Institut ausgeliedert 1893 | Beschluss zur Einführung eines Werkzeugmaschinenlabors

Nach der Emeritierung Professor Strombergers übernahm im Jahre 1968 Prof. Dr.-Ing. Theodor Stöferle das Institut und das Laboratorium und führte die bisherigen Arbeiten seines Vorgängers in Forschung und Lehre weiter. Er übernahm gleichfalls die Zeitschrift „Werkstatt und Betrieb“. Mit der Betreuung zahlreicher Forschungsvorhaben wuchs der personelle Umfang des Instituts. Das Angebot an fertigungstechnischen Vorlesungen wurde durch die Vergabe weiterer Lehraufträge ergänzt. Ab 1972 erfuhr das Institut auch eine räumliche Vergrößerung durch den Umzug in die neuen Gebäude des Fachbereichs Maschinenbau in der Petersenstraße 30. Prof. Stöferle vertrat eine betont praxisnahe Forschung, deren Inhalte im wesentlichen bestimmt waren durch die zunehmende Automatisierung der Werkzeugmaschinen.

Schwerpunkte waren die:

  • Entwicklung von Sensoren zur Erfassung von Maschinenzuständen
  • Anwendung des Mikroprozessors zur Maschinenüberwachung
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen im konstruktiven Bereich
  • Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Zerspanung
Prof. Dr-Ing. Theodor Stöfferle
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Im Jahre 1944 wurde Prof. Dr.-Ing. Carl Stromberger Inhaber des Lehrstuhls und Leiter des Laboratoriums, das 1954 neu errichtet wurde. Im Bereich der Lehre waren die Fachgebiete Mechanische Technologie, Werkzeugmaschinen, Bau und Betrieb sowie fertigungsbezogenes Messen und Prüfen teilweise mit speziellen Vorlesungen vertreten. Die Forschungsinhalte bezogen sich im wesentlichen auf:

  • technologische Vorgänge
  • spanendes und spanenloses Trennen
  • das Verhalten von Werkzeugmaschinen-Führungen auf die später aufgegriffene numerische Steuerung von Werkzeugmaschinen
Prof. Dr.-Ing. Carl Stromberger
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Das Laboratorium von Professor Dipl.-Ing. Ludwig von Rößler entstand 1921. im Jahre 1924 wurde die Schweißtechnik aufgenommen. Auf diesem Gebiet konzentrierten sich die bemerkenswerten, eng mit der einschlägigen Industrie verbundenen Arbeiten. Durch Kriegseinwirkungen wurde das Labor 1944 leider vollständig zerstört.

Professor Dipl.-Ing. Ludwig von Roeßler
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Das Institut wurde 1894 als vierter Lehrstuhl der Fakultät Maschinenbau für das Fachgebiet Mechanische Technologie gegründet. Erster Lehrstuhlinhaber war Prof. Heinrich Krauß, dem sehr bald, im Jahre 1904, Prof. Dipl.-Ing. Ludwig von Rößler folgte. Professor von Rößler führte schon damals, ohne über ein größeres Laboratorium zu verfügen, in bescheidenem Rahmen grundlegende Untersuchungen über die Spanbildung bei der spanenden Fertigung durch.

Prof. Heinrich Krauß
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