Flex4Res | Projektabschluss

Ein Meilenstein für die datengetriebene resiliente Produktion von morgen

02.04.2026

Nach drei intensiven Projektjahren ist das EU-weite Forschungsprojekt Flex4Res erfolgreich zu Ende gegangen. Ziel des Vorhabens war es, Produktionssysteme und Lieferketten widerstandsfähiger gegenüber Störungen zu machen. Ein Thema, das angesichts globaler Krisen, volatiler Märkte und steigender Komplexität zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Im Zentrum von Flex4Res stand die Entwicklung einer offenen Plattform, die auf Datenraum-Standards wie Gaia-X und International Data Spaces basiert. Mithilfe digitaler Zwillinge und standardisierter Datenmodelle konnten Produktionsanlagen und Wertschöpfungsnetzwerke erstmals umfassend digital abgebildet und analysiert werden.

Flex4Res Architektur
Flex4Res Architektur

Zur Sicherstellung einer hohen Praxisnähe wurde in Zusammenarbeit mit der Staufen AG eine europaweite Studie mit mehr als 110 Teilnehmenden zum Thema Resilienz in der industriellen Produktion durchgeführt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse zum aktuellen Stand der Industrie sowie zu bestehenden Herausforderungen flossen maßgeblich in die Entwicklung der sogenannten „Resilience Toolbox“ ein. Diese Werkzeugsammlung unterstützt Unternehmen dabei, die Resilienz ihrer Produktionssysteme systematisch zu analysieren und geeignete Maßnahmen abzuleiten.

Ein zentraler Beitrag des PTW innerhalb des Projekts war die Entwicklung eines umfassenden Datenmodells, das sämtliche relevanten Datenpunkte zur Bewertung der Resilienz von Produktionssystemen integriert. Dieses wird derzeit von der International Digital Twin Association (IDTA) unter dem Titel „IDTA Submodel – Resilience Assessment in Industrial Production Systems“ standardisiert. Darüber hinaus wurde die Methode der Wertstromanalyse am PTW gezielt weiterentwickelt, um die Resilienz entlang des gesamten Wertstroms methodisch untersuchen zu können.

Ergänzt wird dies durch intelligente Entscheidungsunterstützungssysteme, die verschiedene Anpassungsstrategien von der Maschinenebene bis hin zur gesamten Lieferkette simulieren und bewerten.

Die entwickelten Lösungen wurden erfolgreich in mehreren industriellen Pilotanwendungen getestet und validiert. Dabei zeigte sich, dass sich Reaktionszeiten deutlich verkürzen und Produktionsprozesse mithilfe der entwickelten Methoden und Technologien flexibler an neue Rahmenbedingungen anpassen lassen.

Wir danken dem Förderprogramm der Europäischen Union im Rahmen von Horizon Europe herzlich für die finanzielle Unterstützung dieses Projekts. Die bereitgestellten Mittel haben wesentlich dazu beigetragen, die Forschungsziele zu erreichen und innovative Ergebnisse zu ermöglichen.

Ihr Kontakt am PTW

Augustino Doan, M.Sc