Der Athene Preis für Wissens- und Technologietransfer 2018 geht an Prof. Eberhard Abele

24.10.2018

Der Athene Preis für Wissens- und Technologietransfer 2018 geht an Prof. Eberhard Abele

Die Auswahlkommission würdigte die besonderen Verdienste von Prof. Eberhard Abele und wählte ihn einstimmig zum Kandidaten für den Athene Preis für Wissens- und Technologietransfer 2018.

Die feierliche Preisverleihung durch Prof. Mira Mezini an Prof. Eberhard Abele
Die feierliche Preisverleihung durch Prof. Mira Mezini an Prof. Eberhard Abele. Foto Matthias Wahl

Prof. Eberhard Abele leitet, nach einer sehr erfolgreichen Industrietätigkeit, seit dem Jahr 2000 das Fachgebiet für Produktionsmanagement, Technologie- und Werkzeugmaschinen, PTW.

Nach Meinung der Jury hat er mit großem Engagement und Weitblick dieses zu einem der führenden Institute in Deutschland im Bereich der Produktionswissenschaften aufgebaut.

Prof. Eberhard Abele arbeitet und forscht eng mit der hessischen Industrie aber auch internationalen Unternehmen in vielfältigen Projekten und Kooperationsformaten zusammen. An seinem Institut, das seit 2012 gemeinsam mit Prof. Joachim Metternich geleitet wird, arbeiten inzwischen über 65 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Drittmitteleinnahmen des Institutes PTW belaufen sich auf rd. 8 Mio. € pro Jahr.

Die Forschungsgrundlagen werden sowohl in industriefinanzierten Arbeitskreisen als auch in öffentlich geförderten Projekten weiterentwickelt.

Ein Beispiel für letzteres Format ist:

das Kopernikusprojekt „SynErgie“, in dem das PTW gemeinsam mit 60 Unternehmen und 34 Forschungspartnern neue Formen des sogenannten „Demand Side Managements“ in Produktionsunternehmen für die Energiewende in Deutschland weiterentwickelt. Dieses Projekt wird mit 11 Mio. € /Jahr vom BMBF gefördert. Prof. Abele war Koordinator der Antragstellung und übernimmt aktuell die Sprecherschaft im Lenkungskreis.

Sein zweifelsfrei großer Verdienst ist der Aufbau der beiden Lernfabriken

  • Center für industrielle Produktivität, CIP (Einweihung 2010) und die
  • Die Energieeffiziente Modellfabrik ETA (Einweihung 2016):

In beiden Lernfabriken werden in geradezu idealer Weise die produktionstechnischen Innovationen des PTW zu einem breiten Kreis von Unternehmen und Bildungseinrichtungen transferiert.

In den letzten beiden Jahren wurden hier im Durchschnitt über 2000 Mitarbeiter aus der Industrie mit den am PTW entwickelten oder weiterentwickelten Maschinenbaukomponenten und Produktionsverfahren weiterqualifiziert.

Dieses neuartige Transferformat der „Lernfabrik“ hat inzwischen internationale Aufmerksamkeit nicht zuletzt durch die „European Learning Factory Association“ erreicht, deren Gründungspräsident Prof. Abele war. Durch sein Engagement hat die TU-Darmstadt auf diesem Sektor große Sichtbarkeit in der Rolle eines Schrittmachers und Pioniers im Transferprozess gewonnen.

Begleitend zu den oben genannten Transferformaten organsiert das Fachgebiet PTW eine Sonderschau und Innovationstour „Forschungsergebnisse Produktionswissenschaft“ auf der größten nationalen Messe für Werkzeugmaschinen, nämlich der AMB, in Stuttgart. Diese Sonderschau wurde im Jahr 2018 von 5000 Fachbesuchern aus der vorwiegend mittelständischen Industrie besucht. Die Projektergebnisse wurde auf insgesamt 580 qm durch 25 Wissenschaftliche Mitarbeiter der TUD bzw. des PTW präsentiert.

Prof. Eberhard Abele hat mit seinen vorbildlichen Transferaktivitäten einen großen Nutzen für das Land Hessen, die Gesellschaft und insbesondere für die technische Universität Darmstadt erbracht. Mit den zuvor beschriebenen „Leuchtturmprojekten“ hat Prof. Eberhard Abele eine weit über Hessen hinausragende Sichtbarkeit für den Transfer von Forschungsergebnissen gewonnen und die TUD konnte einen herausragenden Wissenschaftler damit gerade am Ende seiner beruflichen Aktivität für seine Lebensleistung honorieren.

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