Kopernikus-Projekt SynErgie auf dem Gemeinschaftsstand des BMBF auf der Hannover Messe

Kopernikus-Projekt SynErgie auf dem Gemeinschaftsstand des BMBF auf der Hannover Messe

Als eines von zehn ausgewählten BMBF-Projekten präsentiert sich das vom PTW an der TU Darmstadt geleitete Kopernikus-Projekt SynErgie auf dem Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung auf der diesjährigen Hannover Messe vom 23. bis 27. April 2018 in der Halle 2, Stand B22. Am Eröffnungstag informierte sich auch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, über den aktuellen Stand des Projekts.

Bundesministerin Anja Karliczek (2.v.l.), Bildquelle: BMBF/Hans-Joachim Rickel
Bundesministerin Anja Karliczek (2.v.l.), Bildquelle: BMBF/Hans-Joachim Rickel

Das zukünftige Stromsystem in Deutschland wird stark durch die Energiewende geprägt sein. Auf Grund des immer größer werdenden Anteils erneuerbarer Energien und der damit verbundenen schwankenden Stromerzeugung müssen Lösungen entwickelt werden, welche das Stromnetz stabilisieren, also die Stromabnahme mit der Stromerzeugung in Einklang bringen. Dabei muss die zukünftige Stromversorgung natürlich auch weiterhin bezahlbar bleiben. In diesem Rahmen soll mit dem Projekt „SynErgie“ in einem Konsortium aus über 100 Partnern erstmals branchenübergreifend erforscht und demonstriert werden, wie gerade energieintensive Produktionsprozesse an eine schwankende Stromversorgung anzupassen sind, um somit ihren Teil zum Gelingen der Energiewende beitragen zu können. Darüber hinaus werden so zusätzlich die Voraussetzungen geschaffen, dass Deutschland zum Leitanbieter für neue Technologien und Prozesse wird, die energieintensive, individualisierte Industrieprozesse mit der volatilen Einspeisung der Erneuerbaren Energien verknüpfen.

Eigens für die Hannover Messe wurde hierfür ein anschaulicher Demonstrator entwickelt, mit dem die Standbesucher die Schwankungen bei der Energieerzeugung selbst generieren und erfahren können. Im direkten Vergleich wird gezeigt, welche Auswirkungen sich ohne und mit Flexibilitätsmöglichkeiten durch die Nutzung industrieller Produktionsprozesse bieten. Beispielhaft werden Flexibilisierungsmaßnahmen der Schlüsselproduktionsprozesse Aluminiumerzeugung, Kühlung in der Lebensmittelindustrie und g emischte Befeuerung in der Glasherstellung gezeigt, welche auch Forschungsgegenstand des Projektes sind.

In den „Kopernikus-Projekten für die Energiewende“ werden gemeinsam von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems entwickelt. Durch die zehnjährige Ausrichtung der Projekte und die enge Zusammenarbeit mit der Industrie sollen Ergebnisse aus der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung geführt werden. Die Sozialwissenschaftler und Vertreter der Zivilgesellschaft werden in besonderem Maße eingebunden, um Konzepte zu entwickeln, die mit den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die Energiewende vereinbar sind. Das BMBF stellt für die erste, dreijährige Förderphase bis zu 120 Millionen Euro bereit. Bis 2025 sollen weitere 280 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Die Kopernikus-Projekte sind Teil des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“.

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