Open Innovation @ MiP

Kollaborative Workshops zur Lösung industrieller Herausforderungen

07.05.2026

Open Innovation @ MiP

„Über den Tellerrand hinausschauen“, „out-of-the-box denken“ und „die eigenen Scheuklappen ablegen“. Diese Schlagworte sind im Innovationsmanagement allgegenwärtig. Doch wie funktioniert das eigentlich in der Praxis? Im vergangenen Jahr hat die Forschungsgruppe MiP dieses Konzept erlebbar gemacht und zwei Open Innovation Workshops mit Vertreter:innen aus Industrieunternehmen durchgeführt.

Die Idee hinter Open Innovation ist recht simpel: Verschiedene Perspektiven und Hintergründe ergänzen sich gegenseitig, um übergeordnete Problemstellungen gemeinsam zu adressieren. Um dies zu erreichen, wird der traditionelle Innovationsprozess bewusst geöffnet, indem externe Akteure mitsamt ihren Ideen aktiv eingebunden werden. Durch das Zusammenwirken heterogener Gruppen entstehen frische Impulse, die Innovationen über Unternehmensgrenzen hinweg in einem größeren Ökosystem ermöglichen. So gelingt es, kreative Synergien zwischen Impulsen verschiedener Hintergründe und Perspektiven zu schaffen. Dabei werden typische, festgefahrene Denkmuster durchbrochen und Lösungsansätze entwickelt, die weit außerhalb der traditionellen Lösungsräume liegen.

Zwei Problemstellungen – Ein kollaborativer Ansatz

Im Rahmen der durchgeführten Workshops wurden zwei konkrete Problemstellungen aus der industriellen Praxis behandelt, die die Flexibilität des Formats unter Beweis stellten:

  • Die unternehmensspezifische Herausforderung: In einer der Sessions wurde eine interne Problemstellung eines der teilnehmenden Unternehmen adressiert. Die branchenfremden Teilnehmenden fungierten hier als wertvolle externe Ideengeber:innen, um den internen Blickwinkel zu erweitern.
  • Die gemeinsame Herausforderung: In der anderen Session lag der Fokus auf einer nachhaltigkeitsmotivierten Fragestellung, die alle Vertreter:innen der unterschiedlichen Unternehmen gemeinsam hatten. In einem kollaborativen Prozess wurden branchenübergreifende Optimierungen hinsichtlich der Nutzung und Weiterverwendung von Holz diskutiert und erarbeitet.

Intensiver Austausch und starkes Teamgefühl

Das Fazit der Veranstaltungen fiel durchweg positiv aus. Unabhängig davon, ob die Teilnehmenden konkrete Lösungen für eigene Problemstellungen erarbeiteten oder als unabhängige Impulsgeber:innen fungierten: Es wurde ein überaus intensiver und produktiver Austausch zurückgemeldet. Die Teilnehmenden betonten besonders, dass das Format eine hervorragende Zusammenarbeit und ein starkes Teamgefühl ermöglichte, gerade aufgrund der sehr unterschiedlichen fachlichen Hintergründe.

Teamwork in der Flowfactory
Teamwork in der Flowfactory

Ausblick

Die erfolgreiche Durchführung zeigt, dass das Format großes Potenzial birgt. Zukünftig sollen solche und ähnliche Formate in der MiP erneut mit Unternehmen und Verbänden durchgeführt werden. Darüber hinaus ist geplant, die Open Innovation Ansätze auch intern im Rahmen von Kreativitätsprozessen verstärkt zu nutzen.

Ihr Kontakt am PTW

Enno Lang, M.Sc.