EISKIG | Projektabschluss
02.04.2026
Mit dem Forschungsprojekt EISKIG – Energy Intelligence System für smarte Kältesysteme in Industriegebäuden – wurde ein bedeutender Schritt hin zu einer energieeffizienten industriellen Kälteversorgung erreicht. Ziel des Projekts war es, durch KI-basierte Optimierungsverfahren den Betrieb komplexer Kälteversorgungssysteme datenbasiert zu analysieren und kontinuierlich zu verbessern.
Industrielle Kältesysteme unterliegen einer Vielzahl dynamischer Einflussfaktoren wie schwankenden Strompreisen, variierenden Produktionsbedingungen oder Witterungseinflüssen. Hier setzt EISKIG an: Durch den Einsatz von Methoden der Künstlichen Intelligenz wird eine vorausschauende und bedarfsgerechte Betriebsführung ermöglicht.
Im Projekt EISKIG wurden die Kälteversorgungssysteme bei den Anwendungspartnern Merck KGaA, Bosch Rexroth AG Rexroth und Equinix (Germany) analysiert, Effizienzpotenziale identifiziert und konkrete Maßnahmen zur Optimierung umgesetzt. Hierzu wurde die notwendige Infrastruktur aufgebaut, Simulations- und Optimierungsmodelle entwickelt und verschiedene Optimierungslösungen erprobt.
Im Rahmen der Inbetriebnahme bei Merck KGaA wurden Einsparungen von bis zu 31 % beim elektrischen Energiebedarf erzielt. Im Anwendungsfall von Bosch Rexroth konnten im Zuge der Inbetriebnahmeversuche ebenfalls Einsparpotenziale nachgewiesen werden, wobei für den Langzeitbetrieb Einsparungen von mindestens 15 % erwartet werden. Bei Equinix (Germany) wurden durch den KI-optimierten Betrieb über einen Zeitraum von rund vier Monaten Einsparungen von mindestens 20 % beim elektrischen Energiebedarf realisiert.
„Praxisbeispiele zeigen bereits deutliche Energieeinsparungen von bis zu über 30 %.“
Neben der technischen Umsetzung wurden im Projekt auch Methoden entwickelt, um Effizienzpotenziale systematisch zu identifizieren und die Implementierung KI-basierter Regelungen zu vereinfachen. Damit leistet EISKIG einen wichtigen Beitrag zur Überführung von KI-Lösungen aus der Forschung in die industrielle Praxis.
Ein besonderer Dank gilt allen Partnerinnen und Partnern, Mitwirkenden sowie dem Projektträger Jülich und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die diesen Erfolg ermöglicht haben.