Forschungsgruppe TEC | MiP
Forschungsprojekt

Pay-per-Stress

Im Projekt Pay-per-Stress wird ein belastungsorientiertes Bezahlmodell für den Einsatz bei Werkzeugmaschinen entwickelt. Die Abhängigkeit der Leasingrate von der Belastung der Maschine hat das Potential, das Leasing von komplexen Maschinen effizienter und fairer zu gestalten.

Koordinatoren: Oliver Kohn M. Sc. (TEC) Enno Lang M. Sc. (MiP)
Laufzeit: 01.08.2019 – 31.07.2022
Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
Webseite: www.pay-per-stress.de

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Ausgangssituation

Die hohen Kosten komplexer Werkzeugmaschinen stellen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der produzierenden Industrie vor große finanzielle Herausforderungen. Leasing-Modelle bieten daher eine wichtige Möglichkeit zur Beschaffung solcher Maschinen. Der Leasingnehmer bezahlt klassisch nach Zeit und hat damit den Anreiz, die eigene Produktivität zu maximieren. Eine kontinuierlich hohe Auslastung oder Überlastung hat eine starke Abnutzung oder sogar nicht unmittelbar sichtbare Schäden zur Folge, die den Restwert der Maschine zum Nachteil des Leasinggebers reduzieren. Der Leasinggeber muss durch diese Informationsasymmetrie eine Risikoprämie aufschlagen, da er die Belastung der Maschine im Leasingzeitraum nicht kontrollieren und den Zustand bei Rückgabe schwierig bemessen kann. Dies führt sowohl zu höheren Kosten und unflexiblen Zahlungsströmen beim Kunden als auch zu einer schwierigen Planbarkeit der Zahlungen durch Intransparenz für Kunden und Anbieter.

Zielsetzung

Ziel des Vorhabens Pay-per-Stress ist die Entwicklung belastungsorientierter Bezahlmodelle entlang des Produktlebenszyklus von Werkzeugmaschinen und Komponenten auf Basis von künstlicher Intelligenz (KI) und rechtskonformer Blockchain-Technologie. Das Alleinstellungsmerkmal des Ansatzes ist die Aufhebung der Interessensgegensätze und der Informationsasymmetrie aus der Prinzipal-Agenten-Beziehung. Hierfür wird zum einen das Wissen über die tatsächliche Belastung der Maschine sowie ihrer Komponenten und zum anderen das Verständnis des Ursache-Wirkung-Zusammenhangs zwischen Maschinenbelastung und Verschleiß generiert. Der daraus entwickelte Stressfaktor dient als monetäre Bewertungseinheit für den Pay-per-Stress-Ansatz und als Grundlage für die Weiterentwicklung bestehender Geschäftsmodelle hin zu intelligenten Dienstleistungsangeboten, welche einen langfristigen Wettbewerbsvorteil deutscher Maschinenhersteller gegenüber internationaler Konkurrenz versprechen. Das Geschäftsmodell Pay-per-Stress stellt somit einen Leuchtturm der smarten Datenwirtschaft in der Branche dar und ermöglicht ein besseres Prozess- und Kundenverständnis, intelligente Produkt-Service Angebote und einen flexibleren Mittelstand.

Projektstruktur des Vorhabens

Danksagung

Dieses Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Programm “Smarte Datenwirtschaft” gefördert. Wir danken für die Möglichkeit dieses Projekt bearbeiten zu dürfen.

Fördergeber

Projektträger