ETA-Transfer

Einfache Energieeffizienzmaßnahmen, die ohne größere Expertise umgesetzt werden können, sind häufig bereits bekannt und teilweise implementiert. Die große Mehrheit der verbleibenden Potenziale erfordert ein Verständnis des Systemzusammenhangs. Entsprechende Kompetenzen sind üblicherweise nicht Bestandteil der Kernaktivitäten produzierender Unternehmen. An dieser Stelle knüpft das Forschungsprojekt „ETA-Transfer“ an und zielt darauf ab, die Lücke zwischen Forschung und Entwicklung und einer breiten Umsetzung in der Industrie zu schließen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert die Forschung zur Energieeffizienzsteigerung in der Industrie. Im BMWi-geförderten Forschungsprojekt „ETA-Fabrik“ konnten zahlreiche Energieeffizienzmaßnahmen gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft im Forschungsgebäude umgesetzt und erprobt werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen nun im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Forschungsprojekts „ETA-Transfer“ durch pilothafte Umsetzung innovativer und marktgängiger Energieeffizienzmaßnahmen in die Industrie transferiert werden. Gleichsam werden ebendiese Technologien durch Zuschussförderungen unterstützt.

Für das im Juni 2017 gestartete Projekt konnten insgesamt neun Industriepartner aus dem allgemeinen Maschinenbau und der Fahrzeugindustrie gewonnen werden. In einer ersten Projektphase werden derzeit im Rahmen von Vor-Ort-Workshops bei den Partnerunternehmen die jeweiligen Fertigungsbereiche messtechnisch, sowohl elektrisch als auch thermisch, erfasst. Basierend auf diesen Messdaten sowie weiteren unternehmensspezifischen Daten werden Energieeffizienzpotenziale durch das PTW quantifiziert und ein Konzept zum Heben dieser Potenziale entwickelt. Basierend auf dieser Entscheidungsgrundlage wird daraufhin von den Projektpartnern entschieden, welche Maßnahmen in der Umsetzungsphase umgesetzt werden sollen. Der Erfolg der Maßnahmen soll anschließend über einen Zeitraum von mindestens 12 Monaten überwacht werden und nicht zuletzt auch durch Printmedien sowie filmische Beiträge in der Industrie verbreitet werden